Querfeldein zu den Pilzen

Unsere große Tochter möchte zur Zeit immer spazieren gehen… Mal im Ernst – spazieren gehen?! Lia und ich können es langsam nimmer sehen oder hören. Immer der gleiche Weg. Wahlweise mit Puppe, Steckenpferd, Kinderwagen oder Kuscheltier.
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich finde es wunderbar, wenn unsere Kinder draußen an der frischen Luft unterwegs sein wollen! Wir haben dann heute morgen kurzentschlossen uns eine kleine Wanderung vorgenommen. Nicht weit entfernt von uns gibt es im beschaulichen Dorf Markersbach ein Pumpspeicherwerk. Für diejenigen, die sich darunter nichts vorstellen können (zum Beispiel unsere Kids) hier ein kleiner Exkurs:

Abends wird aus vielfältigen Gründen deutlich mehr Strom verbraucht als zu anderen Tageszeiten. Das Pumpspeicherwerk besteht im Grunde aus zwei Seen. Einen oben auf einem Berg und einen unten im Tal. Zu Zeiten, wo Strom günstig im Netz zu haben ist, wird das Wasser aus dem unteren See zum oberen hinauf gepumpt. Zu Zeiten in denen das Stromnetz stark belastet ist, lässt man dann das Wasser aus dem oberen See durch eine Turbine in den unteren zurückfließen. Exkurs beendet!

Vom Unterbecken haben wir uns auf den Weg Richtung Oberbecken gemacht. Ich muss dazu sagen, dass wir einfach drauflosgelaufen sind. Nach dem ein oder anderen Ratschläg von netten Leuten, die wir unterwegs trafen, haben wir uns dann für den hochgelobten „Direktaufstieg“ entschieden, So sind wir die lächerlichen 250 Höhenmeter geradeaus nach oben gelaufen, Nach anfänglichen Gejammer ist sogar unsere kleine Tochter als Bergführerin vorausgelaufen und alle anderen mussten folgen,,,

Unsere Jüngste (immer noch gerade so 2 Jahre alt) und ich sammeln wirklich gerne Pilze – ich bin dann zwar der Einzige, der sie auch gerne isst – aber das ist eine andere Geschichte… Auf dem Rückweg erblickte ich etwas, dass mir zuvor bei uns noch nie untergekommen ist:

PFIFFERLINGE… An den ganzen Perlpilzen waren wir bis dato vorbeigelaufen, da wir keinen Korb und auch kein Messer dabei hatten – aber die Pfifferlinge konnten ich nicht stehen lassen, Mein Hut wurde kurzerhand zum Korb umfunktioniert und alle Pfifferlinge, die unsere Jüngste und ich erblickten, landeten darin. Zugegebenermaßen: so wahnsinnig viele waren das nicht – da ich aber so wie so der Einzige sein würde, der die Pilze essen würde….

In der Pfanne mit Speck, Sahne und Petersilie angebraten… Ein Genuss – wenn auch nur ein Kleiner.

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