Das Familienbett

Im Jahr 2013 wurde wir zum ersten Mal Eltern. Wie wahrscheinlich so ziemlich alle frisch gebackenen Eltern hatten wir ein Haufen Zeug für den kleinen neuen Erdenbürger angeschafft – Kinderwagen, Wickeltisch, Kinderbett, Spielsachen, Tragetuch,…
Gut, ehrlich gesagt haben wir viele von diesen Dinge auch wirklich gern und ausführlich genutzt. Gerade das von Lia zu Beginn herzlich belächelte Tragetuch wurde im Laufe der Zeit zu einem unserer liebsten Begleiter. Genauer gesagt sind unsere beiden Kinder absolute Traglinge geworden (was uns als Eltern die Möglichkeit gab immer neue Tragesysteme auszuprobieren – aber dazu in einem späteren Artikel mehr) .

Die wohl aber sinnloseste Anschaffung war das Kinderbett. Liebevoll ausgesucht und mit einem hübschen Himmel und Nestchen versehen nutzten wir es eigentlich direkt als Wäschelager! Im Ernst: unsere Erstgeborene hat bestimmt eine halbe Nacht drin geschlafen – danach haben wir das ganze Kind raus und wieder rein für überflüssig angefunden und stattdessen mit dem Zwerg im Ehebett geschlafen. Nach einer ganzen Weile haben wir dann auch herausgefunden, dass es dafür schon eine Art Fachbegriff gibt: cosleeping – ich bin der festen Überzeugung, dass alles besser wird wenn man ein nichtssagendes englisches Wort zur Beschreibung von einfachen Dingen heranzieht.

Jedem unter Euch, der das Glück hat, Mama oder Papa zu sein, der kennt bestimmt das folgende Phänomen: unser Bett in unserer ersten gemeinsamen Wohnung war genau 1,60 m breit. Unsere Ertgeborene war zu diesem Zeitpunkt vielleicht 55 cm groß. Wenn Lia und ich abends ins Bett kriechen wollten, stellten wir regelmäßig mit Verblüffung fest, das fast das ganze Bett bereits in Beschlag genommen ward. Wie das physikalisch geht – keine Ahnung. Jedenfalls haben meine Frau und ich uns dann vorsichtig an die noch zu vergebenden Stellen ins Bett gekuschelt, in der Hoffnung nicht durch zu ruckartige Bewegungen das schlafende Kind zu wecken…

Leiden musste darunter regelmäßig die Gemütlichkeit. Wie aber nun Abhilfe schaffen – kann ja nicht sein, dass ich mich in meinem Bett nicht mehr umdrehen kann ohne den Zwerg zu wecken…

Unsere damaligen Nachbarn erzählten uns dann von einem Tischler am Bodensee, der überbreite Betten – sogenannte Familienbetten – herstellt und in die ganze Bundesrepublik liefert. So ein Quatsch dachte ich erst.

Meine Frau brauchte dann auch noch eine ganze Weile, um mich von der Anschaffung eines Familienbettes zu überzeugen… Aber nach und nach wuchs selbst in mir die Überzeugung, dass die Schlafqualität im direkten Zusammenhang mit dem Platz den ich zum schlafen habe, steht.

Uns wurde dann also nach einiger Zeit ein riesengroßes Bett ins Haus geliefert. Die drei Matratzen und Lattenroste, die nötige waren, passten gerade so in mein damaliges Auto…

Und was soll ich sagen?! Seit wir ein drei Meter breites Bett haben, schlafen wir alle wieder gut. Und auch unsere Kinder lieben es. Ausreichend Platz, um selbst zu viert die Nacht in Ruhe genießen zu können.

Wir lieben es und möchten es nicht mehr missen!!

Und nur um das klarzustellen… Das Dromedar ist mein Kuscheltier (seit mehr als 20 Jahren)…

Danke fürs lesen. Christian

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