PaarSCHIPPEN – die etwas andere Form der Meditation

Ich hatte neulich Abend beim scrollen durch die sozialen Medien ein Foto gefunden, über das Lia und ich herzlich lachen mussten. Thema: PaarSCHIPPEN… Dazu eine kleine Geschichte:

Nachdem es in den letzten Tagen ein bisschen wärmer gewesen ist und es zur Abwechslung mal nicht geschneit hat, erwartete uns heute Morgen wieder mal eine wundervoll weiße Überraschung.
Bis gestern Abend waren die weiß eingeschneiten Bäume alle schon wieder abgetaut und die Trampelpfade durch den Garten (ja sowas brauchen wir – zur Schaukel, zum Kompost, zum Briefkasten, zu den Mülltonnen…) schon wieder grün gewesen…

Wir erwachten alle zusammen in unserem Familienbett (wie es dazu kam in einem späteren Blogbeitrag mehr…) und unsere große Tochter schaute mit leuchtenden Augen zum Fenster raus. „Da ist ja alles wieder weiß draußen.“

Der erste Blick in den Garten offennbarte die Überraschung: Da waren bestimmt 40 cm (nach dem Schippen würde ich schwören, dass es wenigstens ein ganzer Meter – wenn nicht sogar mehr gewesen ist) Neuschnee übernacht gefallen. Herrlich anzuschauen, wenn alles im Garten und angrenzenden Wald in einem weißen Mantel verschwindet – wenn man nur nicht mit dem Auto raus müsste…
Hilft ja alles nichts. Nach dem Frühstück hat meine Frau die Trampelpfade im Garten wieder begehbar gemacht und ich die beiden Zwerge in die Skianzüge gesteckt. Ab in die weiße Pracht.

Wenn man im oberen Erzgebirge wohnt, dann muss man auf alle Fälle ein bisschen winterfest sein und kann sich von so einer Kleinigkeit wie 1,5 Meter Neuschnee nicht aus der Ruhe bringen lassen. Dazu muss ich allerdings sagen, dass, wenn ich mich bewaffnet mit der Schneeschippe bis zu unseren beiden Autos druchgekämpft habe und dann nicht genau weiß ob ich gerade meins oder das Auto meiner Frau freischaufel, auch bei mir kurz die Freude über den Schnee dahinschwindet.

Lia und ich nutzen das gemeinschaftliche PaarSCHIPPEN um eine neue Form der Meditaion zu etablieren. Tief in mich gekehrt und in völliger Ruhe schwelgend ging ich also auf die bestimmt 2 Meter hohe Schneewehe los, die uns der freundliche Schneepflugfahrer von nebenan vor die Einfahrt geschoben hatte (das soll keine Beleidigung für den Schneepflugfahrer sein – ganz im Gegenteil: ich bin den Männern und Frauen, die sich in aller Herrgottsfrühe in die Autos setzen um uns die Straßen zu räumen stets sehr dankbar). Mit jedem Einatmen stieß ich die Schaufel teifer in die Schneewehe und mit jedem Ausatmen beobachtete ich voller Staunen, wie der Schnee von der vollen Schaufel auf die zukünftige Schneehöhle unserer Kids flog…

Kleine Anmerkung von Lia: Wenn der Artikel noch länger gewesen wäre, wären wir wohl bei 3 m Neuschnee gewesen am Ende…

Ich danke Die für‘s Schippen mein Schatz. Und für‘s Schreiben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s